Der Verein Patria Nostra beginnt die Arbeiten am Projekt „Das Image von Polen in den ausländischen Medien“. Das Projekt wird aus den Mitteln des Internationalen Instituts für Freiheit im Rahmen des Programms für die Entwicklung von Bürgerorganisationen Priorität 3 finanziert.

Die Mission des Patria Nostra Vereins besteht darin, den guten Ruf Polens zu verteidigen. Ein Paradebeispiel dafür ist der jahrelange Kampf vor Gericht gegen falsche Bezeichnungen wie „polnische Vernichtungslager“, die in den ausländischen Massenmedien veröffentlicht werden. Im Rahmen dieses Kampfes haben die Anwälte des Vereins u.a. den ehemaligen Gefangenen im KZ Auschwitz in einem Gerichtsstreit gegen den deutschen Fernsehsender ZDF vertreten, auf dessen Internetseite die Bezeichnungen „polnische Vernichtungslager Majdanek und Auschwitz“ verwendet wurden. Wir möchten Sie daran erinnern, dass das Oberlandesgericht Koblenz im November 2017 entschieden hat, dass sich ZDF für die Bezeichnung „polnische“ Vernichtungslager entschuldigen muss. Es war das erste Mal, als auf dem Gebiet Deutschlands eine derartige Entscheidung getroffen wurde.

Äußerst wichtig ist dabei, dass sich das deutsche Gericht unseren Ausführungen in vollem Umfang angeschlossen hat, dass mit dem Adjektiv „polnisch“ im Zusammenhang mit den Vernichtungslagern nicht nur ein geographisches, sondern auch ein nationales Merkmal zugeordnet wird. Das deutsche Gericht hat das geografische Konzept, dass es sich dabei um polnische Vernichtungslager handelt, weil sie sich auf dem polnischen Boden befanden, abgewiesen.

Außerdem führt der Patria Nostra Verein im Rahmen des Kampfes um die historische Wahrheit noch zwei wichtige Prozesse gegen meinungsbildende deutsche Medien – Axel Springer, Herausgeber von Die Welt und Focus Online.

Im Rahmen des Projektes wird eine Aufklärungskampagne durchgeführt, um die deutsche Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, wie die Geschichte der Vernichtungslager dargestellt wird und warum Rechtsmaßnahmen gegen die deutschen Journalisten vorgenommen werden. Ferner wird auch präsentiert, auf welche Schwierigkeiten die ehemaligen Gefangenen polnischer Herkunft stoßen, die ihre Rechte vor den deutschen Behörden geltend machen möchten. Die Aufklärungskampagne hat zum Ziel, die deutsche Öffentlichkeit zu einer Debatte anzuregen, ob deutsches Recht die deutschen Journalisten gegen Haftung für die Verletzung von Persönlichkeitsrechten polnischer Bürger schützen sollte.